A whole New Mind – why right-brainers will rule the future (Daniel H. Pink)

Ein gutes und inhaltsreiches, wenn auch an einigen Stellen nicht ausreichend kompaktes Buch, mit sehr wichtigen Erkenntnissen.
Das Buch beschreibt schön, vielleicht etwas zu ausführlich, die Veränderungen in den Zeitaltern, kommend vom Agrar-Zeitalter bis hin zum sogenannten „Conceptual Age“, das Daniel Pink vorstellt (auch wenn sich nicht völlig erschließt, warum er die Begrifflichkeit „conceptual“ verwendet hat). Im anbrechenden Conceptual Age braucht es nicht mehr so stark die Fähigkeiten der linken Gehirnhälfte (Logik, Mathematik, Analytik, Sequenzielles). Dies war gut für die Zeiten von Industrialisierung und das Informationszeitalter. Nun werden immer mehr die Fähigkeiten der rechten Gehirnhälfte wichtig (Emotionen, Synthese, Kreativität). Es braucht ein neues Denken – a whole new mind – um mit Produkten auf Märkten bestehen zu können. Die entsprechenden Fähigkeiten, seine six senses, sind die Säulen eines Baukastens von Fertigkeiten, die man sich aneignen sollte. Er umschreibt diese Fähigkeiten mit „high concept“ und „high touch“. Die sechs zentralen Fähigkeiten sind: Desing, Story(telling), Symphony, Empathy, Play und Meaning.
Seine Basisargumentation besagt, dass man nicht auf Produkte setzen sollte, die man mittels Maschinen oder in Asien fertigen lassen kann. Es brauch Produkte, die übersättigte Märkte interessieren und eben nur bei uns „gefertigt“ werden können. Hierbei fließen ganz andere Qualitäten ein als bisher, wo z.B. Produktionseffizienz oder Skaleneffekte zählten. Die sechs (neuen) Fähigkeiten helfen, solche Produkte entstehen zu lassen. Darüber hinaus stellt Pink darauf ab, dass Menschen in der Wohlstandsgesellschaft immer mehr ganz andere persönliche Prioritäten entwickeln. Es geht immer mehr um Zufriedenheit und Erfüllung. Produkte und Dienstleistungen setzen sich entsprechend nur an unseren Märkten durch, wenn dies bei deren Design bedacht wird. Indirekt wird damit eine sehr kundenorientierte Sicht propagiert, aber tiefgründiger als man es beispielsweise aus der Literatur zum Design Thinking kennt.

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