Die Genius Symbole – Schlüssel zur grenzenlosen Kreativität (Silvia Hartmann)

Ein spezielles Buch mit außergewöhnlichen Inhalten und Ansätzen, nur für Fortgeschrittene, die tief und auf anderen Wegen in das Thema von Kreativität einsteigen wollen.

Das Buch „Die Genius Symbole – Schlüssel zur grenzenlosen Kreativität“ von Silvia Hartmann ist eine nicht leicht zu verarbeitende Materie, da Schreibstil und Wortwahl der Darlegungen im Buch den Leser oft verschrecken oder an die Grenzen dessen bringt, was er als nachvollziehbar erachten kann. Es ist dabei nicht der Inhalt – das Spiel mit der Bezeichnung „Sanctuary“ – der Schwierigkeiten bereitet. Es ist die Verbalisierung der Inhalte und die ausufernde Textmenge. Auch die immer wieder übertriebene Glorifizierung des Vorgehens, der Möglichkeiten und der Kreativität, die im Rahmen des Spiels entstehen kann, die das Buch zuweilen schwer verdaulich machen. Die Prinzipien des Spiels ließen sich mit 30% des Textvolumens, dann aber plastischer und ansprechender darstellen. Man muss sich immer wieder dazu durchringen, den an vielen Stellen entstehenden Widerwillen gegen den Text an sich zu überwinden, um das Buch fertiglesen zu können. Aber es lohnt sich am Ende!
Die Kernmechanismen des „Spiels Sanctuary“ sind für Fortgeschrittene im Themenfeld „der Denkmechanismen“ tatsächlich vergleichsweise einfach zu verstehen. Sie sind aber durchaus anspruchsvoll in der praktischen Anwendung. Das Spiel ist nur etwas für „fortgeschrittener Denker“, die sich mit dieser Art von Materie schon etwas auskennen.

  • Der Spieler des Spiels „Sanctuary“ formuliert über sein Bewusstsein seine eigene Aufgabenstellung. Das kann z.B. ein Problem sein, das in der realen Welt gelöst werden soll oder die Suche nach Ideen zu einem beliebigen Thema, das man aktuell auf dem Tisch hat. Das Spiel ist mehr als nur ein Spiel zum Amüsement, es ist ein Mechanismus, um Probleme in der realen Welt zu lösen und Kreativität entstehen zu lassen. Im Rahmen des Spieles erzeugt man eine eigene Geschichte bzw. nutzt das Unterbewusstsein, damit dieses einem seine Geschichte generiert und immer weiter voranspinnt. Es ist wie ein individueller, sich zur Laufzeit des Spiels flexibel weiterentwickelnder personalisierter gedanklicher Film, dem man sich von seinem Unterbewusstsein zusammenstellen lässt. Basis für den Inhalt des Films (der Geschichte) sind die Aufgabenstellung, Fragen, die man seinem Unterbewusstsein stellt und Impulse, die man über die Genius-Symbole erhält. Das sind in Kurzform die Spielregeln bzw. die Mechanismen.
  • Das Spiel strebt an, Interaktionen zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein zu initiieren, ausgelöst durch die „Genius-Symbole“. Sie darf man als Impulsgeber für das Unterbewusstsein verstehen. Der Spieler sendet Impulse und definiert Eckpunkte zu „seiner Geschichte“ (die einen völlig freien Start und ein völlig freien Verlauf hat, auch ein völlig offenes Ende, d.h. eine völlig offene Antwort zum zu bearbeitenden Problem). Das Spiel setzt darauf, dass das Unterbewusstsein zu jeder Situation oder Frage, die der Spieler in seine Geschichte hineinstellt, eine Antwort bzw. einen „Datenstrom“ schickt und damit die Geschichte mit weiterem Leben füllt. Die Ausgestaltung der Geschichte ist also offen und obliegt dem, was das Unterbewusstsein sich „ausdenkt“ ausgehend von der zu bearbeitenden Aufgabenstellung und den impulsgebenden Fragen plus den Genius-Symbolen.
  • Man sollte dafür aufgeschlossen sein, andere Methoden des Denkens auszuprobieren, um sich diesem Spiel zu nähern. Zweifelsfrei ist aber, dass das Spiel tatsächlich funktioniert und enorme kreative Potenziale erzeugen kann, um zu formulierten Aufgabenstellungen Lösungen zu finden. Das Spiel „Sanctuary“ ist damit auch als schwergewichtige Kreativitätstechnik zu bezeichnen, denn gerade das Generieren neuer Ideen und Problemlösungsansätze mit Hilfe des Unterbewusstseins funktioniert hervorragend.

Also: Die Methode ist zu empfehlen, es lohnt, sich durch das Buch durchzubeißen.

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