Veröffentlicht am

Das Grundmodell von Ideation und Innovation

Die beiden Themen „Innovation“ und „Ideation“ werden gerne gemeinsam betrachtet. Es bietet sich daher an, sie einmal in einem größeren Gesamtkontext zu betrachten und aufzuzeigen, wie der Wirkmechanismus „Ideation – Innovation“ aussieht.

In groben Zügen beschrieben setzt sich dieses „Grundmodell“ aus 6 Phasen oder Themenaspekten zusammen:

(1) Auslöser für den Bedarf bzw. die Suche nach neuen Ideen:

  • Neue Herausforderungen (Probleme) sind entstanden
  • Neue Chancen (neue Potenziale) wurden festgestellt

(2) Daraus: Bedarf nach neuen Ideen entsteht und auch die Frage: „woher kommen die Ideen, die nun benötigt werden, um darauf zu reagieren!?“
–> Quellen neuer Ideen – Ideation kann so stattfinden:

  • Ideen z.B. von Wettbewerbern kopieren
  • Neue Ideen selbst intern entwickeln (eigene Organisation benötigt, moderiertes Projekt mit Einzelergebnissen, auch Zufallsinspiration)
  • Neue Ideen extern entwickeln lassen (ergänzender Input):
  • Open Innovation, z.B. via Ideenwettbewerben (mehr hierzu)
  • Outtasking des Generierens von Ideen, also „Ideen bestellen“ (mehr hierzu)

(3) Interne Akzeptanz für die neuen Ideen ist herzustellen (ist nicht automatisch gegeben, grundsätzlich ist erst einmal eher Ablehnung von externen Ideen zu erwarten):

  • über gemeinsame Bewertung und Auswahl aus Pool von Ideen
    („aus dem Fremden das Eigene machen…“)
  • per gemeinsamer Erarbeitung der benötigten Detailkonzepte
    („aus den externen Idee erst einmal was Richtiges machen…“)

(4) Ggf. Ideen weiter ausarbeiten oder Fach-/ Detailkonzepte erstellen

(5) Erste Implementierung der Ideen (z.B. per Pilot-Projekt)
–> Innovation entsteht

(6) Komplett-Realisierung (Umsetzung) und Markt-Einführung der neuen Lösung

Diese Zusammenhänge auch als Abbildung:

Grundmodell_ges

Veröffentlicht am

(17/17) Blog-Serie zum „Outtasking des Erzeugens von Ideen“: Zusammenfassung

Das Outtasking für das Erzeugen neuer, marktüberflügelnder Ideen ist möglich und sogar erforderlich. Die Einfachheit dieses Ansatzes besticht: In dem Moment, in dem man eine zu bearbeitende Herausforderung in seinem Unternehmen identifiziert, lässt sich eine Ideenfabrik wie thinktory (just in time) beauftragen – ohne großen Vorlauf, ohne Projekt und mit wenig Aufwand für den Auftraggeber.

Im Outtasking erzeugte Ideen helfen, Wettbewerbern schnell einen Schritt voraus zu sein. Sie entstehen, ohne an Unternehmenspolitik oder an anderen Restriktionen der eigenen Organisation zu scheitern. So lässt sich ein umfangreicher erster Wurf an ergänzenden und andersartigen Denkanstößen generieren. Diese helfen, Probleme zu lösen und Diskussionen zur strategischen Ausrichtung eines Unternehmens, seines Geschäftsmodells und seines Serviceportfolios zu unterfüttern. Durch die Unbefangenheit des externen Ideenentwicklers lassen sich die Grenzen des (intern) Bekannten überschreiten und es eröffnen sich neue Perspektiven und Denkansätze. Diese stellen eine entscheidende Ergänzung für interne Innovationsprozesse dar.

Veröffentlicht am

(13/17) Outtasking des Ideenentwickelns: Es nutzt!

Die schnell erzeugten, auf den Vorteilen des Outtaskings aufbauenden Ideen helfen, agil und innovativ zu sein, Wettbewerbsvorteile zu erzielen und an seinen Märkten nachhaltig erfolgreich zu bleiben. Das Outtasking des Ideengenerierens avanciert daher zu einem wichtigen Erfolgsfaktor für Unternehmen. Neue Ideen sind wirkungsvolle Pfeile im Köcher eines jeden Managers. Neue Ideen sind die Saat für zukünftigen Erfolg – vielleicht in den Themenfeldern „Crowd-Intelligence“ oder „Diversity“? Warum sollte nicht ein unabhängiger, unbefangener Externer dieses Saatgut liefern? Ein effizient operierendes Management zieht daher die externe Ideenfabrik für das Entwickeln frischer Ideen in Betracht, um interne Ideenfindungsprozesse anzureichern und diese gleichzeitig zu verschlanken.

Dabei sind die gelieferten Ideen, Impulse und Ansätze als erster Wurf zu verstehen. Zunächst sollte der Auftraggeber die extern erzeugten Ideen als seine eigenen Schöpfungen zur internen Weiterverarbeitung einbringen. Die Ideenfabrik ist damit „nur“ ein unerkannt im Hintergrund tätiger Zulieferer des Produktionsfaktors „Idee“ für den auftraggebenden Manager. Dann müssen die neu vorgeschlagenen Ideen innerhalb des Unternehmens gemeinsam im Team bewertet bzw. ausgewählt und ggf. weiterentwickelt werden. So macht sich das Unternehmen die zur Umsetzung gedachten Ideen intern zu eigen und am Ende werden sie zu (intern akzeptierten) Errungenschaften des Unternehmens und seiner Mitarbeiter.

Veröffentlicht am

(9/17) Teil 2: So charakterisiert sich ein funktionierender Ideenentwicklungsprozess

Etwas Input zu internen und externen Gegebenheiten beflügelt den Ideenentwicklungsprozess

Das Entwickeln neuer Ideen (die praktischen Nutzen stiften sollten) findet in der Praxis nicht im luftleeren Raum statt. Es ist hilfreich, Bezug zu ungelösten Kundenproblemen, Bedarfen der Gesellschaft, sich abzeichnenden Trends oder Technologieentwicklungen herzustellen. Daraus lassen sich marktgängige Produkte ableiten. Das Management eines Unternehmens muss daher kontinuierlich beobachten, was an (Kunden-)Märkten und im Technologiesektor vor sich geht und welche gesellschaftlichen Entwicklungstrends vorherrschen. Auch Bezug zu den vorhandenen Unternehmens-Assets, den Stärken und Potenzialen der eigenen IT herzustellen, ist sinnvoll. Sie können eine leicht zu nutzende Basis für Neues bilden.

Das Management sollte also einen Bezug zur Gesamtlage des Unternehmens herstellen und die eigene strategische Marktposition einschätzen: Gibt es Handlungsbedarf bzw. Potenziale für das Unternehmen? Passt das Geschäftsmodell noch? Werden neue Ideen gebraucht?

Ergebnisse eines Ideenentwicklungsprozesses sind kompakt und können leicht weiterverarbeitet werden

Neue Ideen müssen das Potenzial haben, dem Unternehmen nachhaltigen Markterfolg zu bescheren. Favorisiert sind schlanke, kosteneffiziente, nicht komplexe und schnell realisierbare Ideen.

Im Ideenentwicklungsprozess werden zunächst nur schnell zu konsumierende Informationsschnipsel zu den neuen, noch zu diskutierenden Ideen und Lösungsansätzen erzeugt:

Blog-Serie_Abb4_Ergebnisse

Insgesamt betrachtet bedarf es also so mancher Voraussetzung und so manches Know-hows plus einiger Erfahrung, dies alles geeignet zusammenzubringen und die gewünschten, kreativen und andersartigen Ideen für sein Unternehmen sprudeln zu lassen. Wichtig zu erkennen ist, dass das nicht „irgendwie“ gelingt, sondern geordnet und methodisch. Man muss gekonnt vorgehen.

Veröffentlicht am

(8/17) Teil 1: So charakterisiert sich ein funktionierender Ideenentwicklungsprozess

Schiefes Querdenken und ungezügelte Kreativität sind entscheidend

Kreativität ist keine angeborene mystische Gabe, über die nur Genies verfügen. Kreativität ist vor allem „nur“ die Fähigkeit, von ausgetretenen gedanklichen Pfaden abzuweichen, d. h. neue Ideen für wirklich neue Services zu erzeugen. Dabei muss rigoros anders (quer-)gedacht und Probleme müssen aus anderen Perspektiven betrachtet werden. Nur wenn man die ganze Breite des möglichen Lösungsraums ausnutzt und themenfremde Domänen zusammenbringt, entstehen neue Assoziationen für wirklich frische kreative Ideen, Strategien und zukunftsträchtige Geschäftsmodelle. Und zum kreativen Querdenken kann man sich zwingen: Geistesblitze lassen sich gezielt durch passende Kreativitätstechniken auslösen.

Ideenentwickeln braucht Priorität, Zeit und Konzentration bei den Denkenden

Ideenentwickler müssen ungestört und konzentriert an ihrer außergewöhnlichen Aufgabe, die in der jeweiligen Phase ihre Hauptaufgabe sein muss, arbeiten können, ohne parallel anderen Zwängen des Tagesbetriebs zu unterliegen. Sie haben eine Begabung für ihre Aufgabe, sind in der Lage, Perspektiven zu wechseln, und gestalten gerne. Dem gemischten Team unbefangener Ideenentwickler muss es erlaubt sein, auch andersartige, vielleicht revolutionäre Vorschläge zu unterbreiten.

Rechtzeitigkeit und Agilität bei der Entwicklung neuer Ideen und Ansätze sind wichtig

Wesentliche Technologien, Services und Prozesse in einer Organisation zu verändern, braucht Zeit. Daher ist rechtzeitiges Nachdenken über die Zukunft wichtig, damit Zeit für die solide Implementierung von Neuem bleibt.

Veröffentlicht am

(7/17) Das Entwickeln neuer, wirklich kreativer Ideen ist – theoretisch – simpel

Das Entwickeln von Ideen ist überraschenderweise ein systematischer, methodenbasierter Prozess: Natürlich kennen wir alle die Ideen, die morgens in der Dusche entstehen, ohne gezielt gesucht worden zu sein. Das Management eines Unternehmens kann auf solche zufälligen Gedankenblitze natürlich nicht bauen. Es benötigt einen verlässlichen Ansatz, der bei Bedarf kurzfristig Ideen z. B. für neue Services produziert.

Man erwartet den Begriff „Methodik“ nicht im Kontext einer Diskussion um Kreativität und Ideenfindung – und genau da liegt ein Missverständnis. Auch wenn man kein Orakel für das Liefern neuer weltbewegender Ideen erschaffen kann, so kann man mittels Kreativitätstechniken zweifelsohne den (harten Arbeits-)Prozess des Ideenentwickelns geordnet initiieren und die Kreativität gezielt beflügeln. Methodik und Systematik helfen der Kreativität in vier Bereichen auf die Sprünge:

Blog-Serie_Abb3_Methodik

Es bedarf Kreativitätstechniken, um das „Erzeugen“ von Ideen gezielt zu unterstützen. Sie helfen, den Analyse-, Recherche- und Lösungsraum zu erweitern, gedankliche Blockaden aufzulösen und Kreativität durch gezielte Impulse anzuregen.

Veröffentlicht am

(6/17) Weder Innovationsmanagement noch das BVW schaffen den Durchbruch

Theoretisch kann das bekannte Innovationsmanagement das leisten, was dieser Beitrag beschreibt: Es könnte Lieferant für neue Ideen und frische Inspirationen sein. In der Unternehmensrealität tut es das aber meist nicht. Es konzentriert sich darauf, existierende Trends und bereits entwickelte Produkte adaptiv einzubringen. Zuweilen ist es an ein betriebliches Vorschlagswesen (BVW) gekoppelt, in dem neue Ideen, meist Lösungen für bekannte operative Probleme des Unternehmens, entstehen. Beide Prozesse sind nutzbringend, leisten aber nicht genug. Das aktive Entwickeln ganz neuer, andersartiger Konzepte, Lösungsansätze und Services – also echter, noch nicht dagewesener Neuerungen – fehlt. Sie könnten z. B. auf den oben bereits angesprochenen Smart Machines, Wearables usw., den möglichen schillernden Fundamenten für wirklich revolutionäre Services der Zukunft, basieren.

Veröffentlicht am

(3/17) Innovationen haben oft einen Bezug zur Digitalisierung

Eine erlangte Marktführerschaft ist also kein Garant für zukünftigen Erfolg. Markt- und Kundenpräferenzen ändern sich und fordern immer neue Ideen, Problemlösungsansätze und neue Produkte. Marktpositionen müssen daher (1) ständig hinterfragt und verteidigt werden, (2) ist die Produktpalette bei Bedarf aufzufrischen und mit neuen Ideen und Konzepten zu unterlegen.

Die skizzierten Entwicklungstrends haben einen starken Bezug zur die Märkte aller Branchen immer tiefer durchdringenden Digitalisierung. Banking, Reisebuchung, Shopping, Kommunikation, Dating, Socializing usw. – alles basiert auf IT-Lösungen mit wunderbarem Potenzial für neue schillernde Produkte und Dienstleistungen. Und da immer IT im Spiel ist, kommt den IT-Organisationen der Unternehmen eine immer zentralere Bedeutung zu: als Verwirklicher, aber eben auch als Ideengeber und Initiator für Neues. Die Keimzelle IT bietet demnach fruchtbaren, potenzialgeladenen Ackerboden, auf dem das Management die Saat neuer technologieaffiner Ideen und zukunftsweisender Problemlösungsansätze säen kann.

Wäre es nicht hervorragend, wenn das Management eines Unternehmens regelmäßig Ideen auch zu den neuen Möglichkeiten der Digitalisierung griffbereit hätte? Nur zu gerne würde man doch die Idee für das nächste airbnb, das nächste Facebook oder das nächste WhatsApp zur Hand haben, und das möglichst vor den Wettbewerbern.

Veröffentlicht am

Neue Ideen und frische Inspirationen für Unternehmen und Privatpersonen: vom Outtasker aus der externen Ideenfabrik

Warum überleben einige Unternehmen langfristig und andere nicht? Fehlt es ihnen an guten Ideen für neue Produkte und Services? Diese Blog-Serie beschreibt, wie Outtasking es schlank ermöglicht, quergedachte Ideen und tolle Problemlösungsansätze für das eigene Business und zu persönlichen Fragestellungen zu beziehen – von extern.

In dieser Blog-Serie erfahren Sie in 17 Blog-Posts:

  • dass ständiger Wandel die Unternehmen fordert, stetig mit wegweisenden Ideen für neue Produkte, Services und Geschäftsmodellen aufzuwarten,
  • warum sich unbefangene Kreativität unternehmensintern nur schwer entfesseln lässt und
  • dass extern in Ideenfabriken erzeugte Ideen interne Innovationsprozesse ideal bereichern.

Diese Blog-Serie adressiert in den nächsten Wochen und Monaten Schritt für Schritt mit 17 Blog-Posts das Themenfeld „Outtasking von Ideenfindung“  (Übersicht der Beiträge).

Carsten Nolte